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Rezension zu „Riley Blackthorne – Die Dämonenfängerin: Aller Anfang ist Hölle“ von Jana Oliver

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21. Dezember 2012 von hasivonweltausworten


Aller Anfang ist Hölle (Riley Blackthorne: Die Dämonenfängerin)

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Autor: Jana Oliver
Erscheinungsdatum: 5. September 2011
Seitenanzahl: 544 Seiten (Gebunden)
Genre: Fantasy, Jugendbuch
Verlag: Fischer FJB
Preis: € 16,95 [D] | € 17,50 [A]
ISBN: 978-3-8414-2110-4

Inhalt

Klapptext:

„Die siebzehnjährige Riley, einzige Tochter des legendären Dämonenfängers Paul Blackthorne, hat schon immer davon geträumt, in seine Fußstapfen zu treten. Jetzt ergreift sie die Chance, sich zu beweisen.

Im Jahr 2018 hat Luzifer die Zahl der Dämonen in allen größeren Städten erhöht. Wenn sie nicht mit ihren Hausaufgaben beschäftigt ist oder mit ihrer wachsenden Zuneigung zum engelsgleichen Dämonenfänger-Azubi Simon, ist Riley in Atlanta unterwegs, um geplagte Bürger vor Höllenbrut zu bewahren – nur Dämonen ersten Grades natürlich, gemäß den strikten Regeln der Zunft. Das Leben ist so alltäglich, wie es nur sein kann für eine ganz normale Siebzehnjährige. Aber dann ruiniert ein mächtiger Geo-Dämon fünften Grades Rileys Routineauftrag in einer Bibliothek und bringt ihr Leben in Gefahr. Und als ob das nicht schlimm genug wäre, trifft eine unvorhergesehene Tragödie die Fängerzunft. Nun hat Riley eine gefährlichere Zukunft vor sich, als sie sich jemals vorzustellen vermocht hat.“

Meine Beurteilung

Die Grundidee, auf der das Buch bzw. die Serie aufgebaut ist, sprich: der Gedanke an Dämonenfänger und Jäger, und die von der Autorin erschaffene Welt sind sehr faszinierend und einladend, doch das völlige Potenzial, das davon ausgeht, hat sie nicht ausgenutzt.

Contrapunkte wären in diesem Fall der nicht besonders klare Schreibstil von Frau Oliver, die oberflächlichen Charaktere und die oft auftretenden langatmigen Stellen.

Diese Punkte werde ich in den einzelnen Unterkriterien noch einmal genauer erläutern.

Dennoch interessiert sich der Leser so sehr für die aufgebaute Welt, sodass man durchaus genug Neugier aufbringen könnte, um den Folgeband zu lesen.

Jana Oliver’s Schreibstil ist nicht leicht einzuschätzen.

Nachdem ich die Danksagung gelesen habe, ist bei mir eine Vermutung aufgekommen. Sie erwähnt in dieser P.C. und Kristin Cast, die sie, so nach ihren Worten, bei ihrem Schreibstil beraten und ihn jugendlicher gemacht haben. Nun, da ist unser Problem, denn das Mutter-Tochter-Gespann ist meiner Meinung nach nicht dazu qualifiziert, da aus ihrer „House of Night“-Serie hervorgeht, wie schlecht ihr Schreibstil ist.

An manchen Stellen merkt man, dass Oliver durchaus Talent hat, ihre Weise des Schreibens jedoch selbst als zu langweilig für die heutige Jugend hält und viele Stellen lieber mit dem „Jugendslang“ ruiniert.

Die Geschichte ist aus der Sicht der Hauptprotagonistin Riley Blackthorne erzählt und wird aus der 3.Person weitererzählt. Es gibt auch kurze Abschnitte, die nicht aus Rileys Sicht sind.

Diese kommen aber nur sehr selten vor und halten den Leser auf Distanz, wie ich denke, weshalb ich dies als nicht ideale gewählte Lösung empfinde, da es viele Figuren gibt, deren Perspektive ich nur zu gern in erweiterter Form mitverfolgt hätte.

Riley Blackthorne ist jung und durch ihre Vorgeschichte gezeichnet. An ihrem Charakter habe ich nichts besonders gefunden. Was mich gestört hat, war, dass die Autorin sie seelisch zerrissen geschildert hat und im Allgemeinen die Romanfiguren viel zu mitleidig aufgebaut hat. Jeder ist ein geistiges Wrack und diese Tatsache wird im Laufe der Geschichte sehr lästig.

Manchmal ist weniger eben besser.

Riley verliebt sich schnell in den jungen Dämonenfänger Simon Adler. Er wächst ihr sehr schnell ans Herz und sie riskiert viel für ihn, was für mich nicht nachvollziehbar war, da sie sich erst seit Kurzem so richtig kennen. Vor allem hat es mich manchmal schockiert, weil ich das Gefühl hatte, dass ihre Beziehung mit Simon ihr sogar noch mehr Kopfzerbrechen bereitet hat als der Tod ihres Vaters, der nicht einmal so lange zurückliegt.

Bei den Liebesstellen hatte ich auch mehr als einmal den Eindruck, als hätte die Autorin eine total falsche Vorstellung von einer Jugendromanze.

Beck ist ein Lehrling von Rileys Dad gewesen und kennt Riley schon seit Langem. Da sie zu Anfang für ihn geschwärmt hat und er sie auf Armlänge gehalten hat, liegt zwischen ihnen eine Spannung in der Luft. Nach dem Tod von dem Vater kümmert er sich um sie und seine Gefühle zu ihr kommen immer stärker zum Vorschein, doch auch hier fehlt eine Begründung für diese Wendung. Natürlich hat auch Beck eine überaus tragische Vergangenheit. Seufz.

Ori ist ein junger, mysteriöser Mann, der Riley immer in unerwarteten Situationen begegnet. Er ist unwiderstehlich und lockt Riley unbeabsichtigt zu einer betrügerischen Versuchung.

Der zweite Band der Reihe heißt „Seelenraub“ (englisch: „Forbidden“), welchen man oben auf dem Bild sieht, der dritte Teil „Höllenflüstern“ („Forgiven“). „Forehold“ ist der englische Name des vierten Teils.

Cover

Das Cover ist wirklich wundervoll, wobei ich hier das alte meine. Das hockende Mädchen mit der Glaskugel ist wirklich eine Augenweide für Coverliebhaber. Da der Fischer FJB Verlag das Cover einheitlich gestalten wollte und nun ein anderes verwendet, kann man sich, wenn man sich das Hardcover gekauft hat, einen neuen Umschlag ausdrucken. Hier findet ihr ihn *KLICK!*.

Die neue Aufmache gefällt mir nicht so gut wie die ursprüngliche, jedoch ist sie auch ok.

Fazit

Ich wollte nicht den Eindruck erwecken, der Auftakt der Reihe wäre schlecht, aber ist er auch nicht perfekt. Durchschaubare Charaktere, manchmal fehlende Spannung und ein leider verpfuschter Schreibstil gehören dazu, jedoch ist die aufgebaute Welt und die Grundidee der Autorin sehr lobenswert und macht das Buch lesenswert.

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3 Kommentare zu “Rezension zu „Riley Blackthorne – Die Dämonenfängerin: Aller Anfang ist Hölle“ von Jana Oliver

  1. Sarah_O sagt:

    Trifft jetzt nicht ganz meine Einschätzung vom Buch. Sprachlich fand ich es zwar auch nicht optimal, aber nicht unbedingt wegen eines zu starken Jugendslangs (wie in House of Night), sondern eher wegen des Versuchs einige Figuren durch einen eigenen Dialekt von den anderen abzugrenzen. Gilt besonders für Becks. Dass der einen so starken Ruhrpott-Slang abbekommen hat, hat mich etwas gestört. Auch die „Yeah“s, aber die muss man wohl der Übersetzung zuschreiben, denn in einem englischen Buch würde mich das nicht stören. Im zweiten Band wurde das aber alles zum Glück deutlich zurückgeschraubt.
    Ansonsten fand ich das Buch sprachlich ziemlich normal, zudem es eben nicht wie House of Night in einer Ich-Perspektive verfasst wurde, was ich in den beschreibenden Teilen dann auch in einer eher neutralen, distanzierteren Sprache zeigt.

    Die Liebesgeschichte in diesem Buch fand ich im Vergleich zu anderen auch recht gelungen und deutlich realistischer als in vielen anderen Büchern und ich hatte weder das Gefühl, dass Riley sich zu sehr für Simon einsetzt, noch, dass ihre ihr Vater weniger wichtig gewesen wäre. Der Schutz seines Grabes steht ja eindeutig im Mittelpunkt des ganzen Buches.

    Was Grundidee und Cover angeht, stimme ich dir aber zu. Ich finde beim alten Cover verkörpert das Bild, diese lässige Haltung und die Kleidung, genau das Bild, was ich durch das Buch von Riley hatte. Das neue „Covergirl“ finde ich demgegenüber – obwohl mit Gesicht – weniger ausdrucksstark.

    LG

    • Danke erstmal für den ausführlichen Kommentar.:)

      Ja, das mit den Yeah’s war für mich auch störend.

      Naja, mir ging das einfach zu schnell mit Simon, von der einen Seite auf die andere war er plötzlich ihr Freund, obwohl die zuvor nicht so viel miteinander zu tun hatten und wenn man seinen Vater verliert gehört für mich einfach mehr Emotion dazu, da ich das einfach nachempfinden kann und das im Buch nicht genau getroffen ist.

      Ich glaube, dass Buch war einfach nicht die Art von Buch, die für mich optimal ist. Ich lese eigentlich Jugendbücher nicht so gern, da ich die Erfahrung habe, dass diese viel zu übertrieben und unrealistisch sind und ich einen anspruchsvolleren Schreibstil brauche.
      Aber ich kann, durch die Rezensionen, die ich zu diesem Roman bisher gelesen habe, nachvollziehen, warum es anderen Gefallen hat.

      LG,
      Hasi 🙂

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